[Lehrbuch] der magischen Alchemie

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Murky
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[Lehrbuch] der magischen Alchemie

Beitrag von Murky » 01 Jun 2020, 16:40

Die Kunst der Alchemie - Gebräue

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»... Höret nun von den Wundermitteln, welche die Alchemisten erstellen – zum Wohle wie zum Wehe – und welche uns als Elixier, Trunk oder Tinktur bekannt sind. Oftmals nehmen sie die seltensten Gewächse und vermischen sie miteinander in einem Kessel; vielmals zerstoßen sie in einem Mörser die feinsten Gemmen für ihre Mixtur und scheuen auch vor dem Golde nicht zurück; vielmals nehmen sie die Leiche eines gerade erschlagenen Tiers und geben sie zerstückelt dazu; all dies tun sie, auf dass die Macht über ihr Gebräu komme ...« —aus dem Vorwort einer kommentierten Ausgabe von Pheredonios Melenaars, eines der Grundlagenwerke moderner Alchimie

Wie andere handwerklich anmutende Teilbereiche der Hexerei ist auch die Bereitung wundersamer Elixiere und übler Gifte ein hochinteressantes, wenn auch gefährliches Unterfangen und wegen des Hauchs von Macht, hoher Wissenschaft und Risiko.

Brauen eines Elixiers, Gifts und Wundermittels
Der Alchimist besorgt sich die nach Rezept benötigten Zutaten und verfährt mit ihnen, wie in der selbigen Rezeptur beschrieben:

Angstgift
Rezeptur: 6 Unzen Vitriol, 5 Haifischzähne, 1 Alraune, 1 Unze Speichel eines Berserkers, 2 Hasenohren, 2 Büschel Höllenkraut, 1 Unze Staub aus einer Gruft, Bärenfett

»Dieses Venenum wird in Anwesenheit von Vitriol dargestellt: In selbiges wirf die Haifischzähne und die Alraune, welche sich zu einer grünen Gallerte wandelt. Alsdann füg den Geifer des Irrgängers bei und Faden hebt Faden auf. Prüf jetzt mit den Löffeln, ob das Vitriol noch scharf sei. Ist dem so, gib nun das Höllenkraut bei und rühr es siebenmal um, auf dass die Masse flüssig werde wie güldener Honig. Zieh hierauf den Staub unter und rühr wieder siebenmal. Gib den Brei dann auf eine kupferne Pfanne und mach‘ sie hitzig, bis dass nur noch ein gelbliches Pulver übrig sei. Dies misch nun unter das Fett eines Bären und du bekommst die Paste, die einen jeden in heller Flucht davonstieben lässt, sobald er jenes berühre. Dies mag wohl ein und ein halbes Jahr so sein, worauf die Mixtur nicht mehr wert ist denn Dreck.« —Pheredonios Melenaar

Wirkung:
• 1: Aufgrund austretender Dämpfe entweder während des Brauens oder beim Öffnen der Phiole leidet der Alchimist bzw. Anwender 6 Tage unter Alpträumen (keine Regeneration).
• 2: keine Wirkung
• 3: Das Opfer erhält für 6 Tage eine spezielle Angst nach Maßgabe des Meisters.
• 4: Das Opfer wird für 7 Tage von leichter Furcht/Paranoia befallen.
• 5: Das Opfer wird für 7 Tage in Furcht vor dem ersten Wesen versetzt, das es nach der Vergiftung erblickt, und verhält sich ihm gegenüber passiv.
• 6: 5 + das Opfer gerät in Panik und ergreift die Flucht.
• 7: 6 + auch gegenüber anderen Wesen, jedoch reagiert das Opfer wie eine in die Enge getriebene Ratte, wenn sich ihm kein Fluchtweg mehr bietet, außerdem soll es ab und zu vorkommen, dass der Geisteszustand des Opfers permanenten Schaden erleidet.

Verbreitung: bekannt
Merkmale: gelbliche Paste, leicht körnig, meist ranziger Geruch
Haltbarkeit: 6 Monate
Preis: um 25 Baras

Antidot
Rezeptur: 1 Blüte vom Schwarzen Lotus, 1 Liter geharzter Wein, 1 Gran Tulmadron, der Giftzahn einer Sandviper, das Weiße eines Storcheneis, 5 Unzen Menchalsaft, 7 Blätter Belmart, 1 Unze Zinnober

»Eine einfache Mixtur, beruhend auf der Verstärkung von Menchals und Bellmarts Wirkung. Kleide dich bei der Herstellung tunlichst in Schurz, Handschuh und Maske. Zuerst entferne den Staub aus dem Lotus und gib ihn in den Wein, die Blätter heb‘ jedoch auf. Tu‘ auch das Tulmadron und den Zahn der Viper hierbei und lass es sieben Stunden dunkel und warm stehen. Derweil entnimm das Weiße des Eies, ohne das Gelbe zu verletzen und verrühre es im Menchalsafte. Zerreib nun die Bellmartblätter mit dem Zinnober in deinem Mörser und misch es gut und gib es zum Safte. Verschließ das Gefäß gut und schüttle es zwölfmal von Nord nach Süd. Lass es nun stehen, bis dass die sieben Stunden vorüber sind, und gib es zum Weine. Jetzt muss die Mixtur aufs Feuer aus glühenden Kohlen und hier in der Retorte schmoren, bis dass du eine Unze Destillats – nicht mehr und nicht weniger – erhalten hast. Dies Destillat mag sich wohl der 3 Jahre halten und viele Gifte bannen.« —Melenaar

Wirkung:
• 1: Beim Brauen entwickeln sich giftige Dämpfe, der Alchimist erleidet Schaden.
• 2: keine Wirkung
• 3: keine direkte Wirkung, der Genuss bildet jedoch Abwehrkräfte gegen Schwarzen Lotus.
• 4: Stoppt die Wirkung von Giften bis zur 4. Stufe.
• 5: bis zur 9. Stufe.
• 6: bis zur 15. Stufe.
• 7: Stoppt die Wirkung aller Gifte

Verbreitung: verbreitet
Merkmale: klare Flüssigkeit, alkoholischer Geruch
Haltbarkeit: 3 Jahre
Preis: mindestens 50 Baras

Charismaelixier
Rezeptur: 2 Skrupel Diamantstaub, 5 Unzen Schwefelquell, 7 Unzen geraspeltes Süßholz, 1 Schössling Finage, 2 Beeren Schönauge, 1 Unze Baldrian, 1 Schlangenzunge

»Im Vollmond herzustellen. Zerschlag den Diamanten und leg die Splitter ins Schwefelwasser, welches sich in obsidianem Kelche befindet. Das Süßholz und den getrockneten Finage-Schössling zerreib gemeinsam und unter Zugabe von etwas Schwefelwasser in einem gläsernen Mörser. Schönauge und Baldrian zerdrück in einer Schale aus Alabaster unter Beigabe von Schwefelwasser. Stelle nun alle drei Gefäße an die Ecken eines Trigramms, welches zum Lichte des Vollmonds offen ist, und lasse sie dort sieben Stunden stehen. Lege jetzt die Schlangenzunge in eine Schale aus Silber in der Mitte des Trigramms und gib die drei anderen Teile bei. Rühre es um, wobei ein bläuliches Glosen entstehet, und lass es bis zur nächsten Nacht dort stehen. Jetzt destilliers in den Retorten ab, wobei die ersten Tropfen, siebenundzwanzig an der Zahl, das gewünschte Elixier sind, welches drei Monde lang seine Wirkung erhält, dich schön in Aussehen, Mimik und Sprache zu machen.« —Melenaar

Wirkung:
• 1: Alles, was mit dem Mittel in Berührung kommt (oder jenes Wesen, das es schluckt), fängt für 6 Stunden an, mystisch zu schimmern. Man hat auch schon von gespaltenen Zungen und glasigen Schlangenaugen für die Dauer eines Tages gehört.
• 2: keine Wirkung
• 3: Das Charisma des Anwenders steigt für einen Tag stark an.
• 4: Der Anwender aalt sich einen Tag lang in seiner Schönheit und Überzeugungskraft, ist jedoch ansonsten für nichts zu gebrauchen.

Verbreitung: verbreitet
Merkmale: hellblaue, klare Flüssigkeit, riecht nach Baldrian
Haltbarkeit: 3 Monate
Preis: um 45 Baras
Meisterhinweise: Auf Katzen hat der Anwender übrigens eine überaus anziehende Wirkung.

Heiltrank
Rezeptur: der Schwanz einer beliebigen Eidechse, 1 Skrupel Gold, 1 Arganwurzel oder 1 Bund Wirselkraut, 10 Unzen Morgentau

»Zuerst nimm alle festen Zutaten, den Dechsen-Schwanz wohlweislich getrocknet, und zermahl sie all und einzeln zu einem feinen Staube. So du eine Arganwurz hast, zerschneide sie nun in Scheiben von eines Pergamentes Dicke. So du Wirsel hast, flechte ihn zu einem Netze von der Größe des Gefäßes, welches du zur Herstellung zu verwenden gedenkst. Mische nun die Stäube miteinander und füll das Gefäß mit einer Lage desselben, auf welches du eine Lage der Argan oder des Wirsels häufst, gefolgt in selbiger Reihe von Staub und Kraut, bis dass das Gefäß voll. Schütte nun den Morgenthau darüber und bedecke alles mit einem blauen Tuche. Lasse nun das Gefäß stehen, wo es warm ist und rühr es nicht an bis zum siebten Tage, seih die Flüssigkeit ab und bewahre sie ohne Licht, so erhält sie sich wohl 2 Jahre und wird dir augenblicklich Gesundheit wiedergeben.«—Melenaar

Wirkung:
• 1: Das Gebräu erzeugt heftiges
• Erbrechen oder führt zu völliger Entkräftung
• 2: Der Anwender regeneriert augenblicklich, erleidet jedoch eine leichte Sinnestrübung
• 3: komplette Heilung auf Dauer ohne Nebenwirkungen

Verbreitung: sehr verbreitet
Merkmale: klare Flüssigkeit mit erfrischendem Geruch
Haltbarkeit: max. 2 Jahre
Preis: ab 10 Baras

Kraftelixier
Rezeptur: 2 Skrupel Rubinstaub, 5 Uz. reiner Alkohol, 10 Unzen Trollspucke, 5 Tropfen Drachenblut, 1 Horuschenkern, 7 Beeren Quinja, 1 Schössling Finage, 2 Stierklötze

»Im Vollmond herzustellen. Zerschlag den Rubin zu feinen Splittern, welche du in den Alkohol einlegest, als seien es Beeren im Weingeist. Hierzu nimm ein Gefäß von eherner Beschaffenheit, welches in doppeltem Pentagramm im Licht des Vollmonds steht. Lasse nun über einen silbernen Spatel den Trollgeifer und das Drachenblut (in just jener Reihenfolge!) in das Gefäß träufeln und warte bis es aufschäumt wie gallig Blut. Den Schaum schöpf ab, denn er ist zu nichts nutze, ausser zum Vergiften von Kakerlaken. Jetzt der Horuschenkern, die Quiniabeeren und die Finage flugs hinzu und das ganze gut warm dort drei Tage stehen gelassen. Sieh nun nach, ob du nun noch Schaum findest und schöpf ihn wiederum ab. Gib nun die Klötze des Bullen hierbei und lass abermals drei Tage stehen. Nun aber heiz‘ es auf, bis dass gelblicher, beißender Dampf aufsteigt und noch heiß in einen Kolben filtriert und umgefüllt, welchen du so lange hitzig machst, bis dass er keine Farbe mehr hat. Das klare Elixier, welches du erhältst, vermag dir wohl sieben Monde lang übermenschliche Kraft verschaffen.« —Melenaar

Wirkung:
• 1: Der Benutzer erleidet einen 6 Stunden andauernden Schwächeanfall und kann sich nur noch mit Hilfe von Krücken fortbewegen. Bei der Herstellung kann es passieren, dass der Alchimist Dämpfe einatmet, die ihn in Blutrausch versetzen.
• 2: keine Wirkung
• 3: leichte Kraftsteigerung
• 4: mittlere Kraftsteigerung
• 5: hohe Kraftsteigerung
• 6: wie 5, allerdings folgt auf diesen Tag der wunderbaren
• Kraft ein Tag erbärmlicher Schwäche

Preis: aufgrund der schwer zu beschaffenden Zutaten min. 50 Baras
Verbreitung: verbreitet
Merkmale: klare, leicht ölige Flüssigkeit, rauchiger Geschmack
Haltbarkeit: 7 Tage
Meisterhinweise: Das Drachenblut wird häufig durch Blut von Bären, Elefanten oder Hornechsen sinnvoll substituiert.

Schlafgift
Rezeptur: 2 Unzen Boronwein, 1 Alraune, 5 Ilmenblatt, Asche von 7 schwarzen Gänsedaunen

»Ein Mittel, um eine Person in tiefen Schlaf zu versetzen. Nimm den Boronwein, welcher die Sinne trübt, und lege in ihm die Alraune für dreimal sieben Tage ein, derweil du auch das Ilmenblatt mit den Gänsefedern zusammen bei wenig Hitze in kupferner Pfanne röstest und abstehen lässt. Hierauf mahle es zu feinem Staube und fülle das Pulver zu dem Weine und der Alraun. Mische das ganze nun gut durch und lass es in gläsernem Kolben köcheln, bis dass es eindickt. Den Sirup kannst du nun der Speise beigeben oder auf einen Dolch streichen, es behält wohl ein Jahr seine Wirkung.« —Melenaar

Wirkung:
• 1: Giftige Dämpfe bei der Zubereitung bewirken im Umkreis von 30 Schritt bei allen Anwesenden die Wirkung A. Eine Anwendung könnte beim Opfer sämtliche Müdigkeit vertreiben, so dass dieses auch in der folgenden Nacht keinen Schlaf findet.
• 2: Das Opfer ist für 3 Stunden leicht benebelt
• 3: Das Opfer ist für 1 Stunde betäubt und kann
• sich nicht mehr bewegen.
• 4: Das Opfer fällt nach 3 Stunden in einen Tiefschlaf von 3 Stunden Dauer.
• 5: Das Opfer fällt schlagartig in einen sieben Stunden dauernden Tiefschlaf.
• 6: Das Opfer kann aus seinem Schlaf nur noch mit Zauberei geweckt werden (Märchen berichten von Prinzen, die ein Jahrhundert geschlafen hätten).

Verbreitung: bekannt
Merkmale: brauner Sirup, bitterer Geschmack
Haltbarkeit: 1 Jahr
Preis: um 35 Baras

Schlaftrunk
Rezeptur: 1 Vierblättrige Einbeere, 10 Unzen klares Regenwasser, 2 Yagannüsse, 1 Bund Minze, 3 Blatt Gulmond, 1 Bund Kamille, 5 Rabenfedern, 1 Unze weißer Khômsand

»Tunlichst bei Vollmond herzustellen. Zerdrück die Beeren des Vierblatts und gib den Saft zum Wasser; zerhau die Nüsse und gib sie hinzu; zermahl die Minze, den Gulmond und die Kamille – welche du vorher allesamten getrocknet hast – und stell den gemeinsamen Staub ins Mondlicht. Nimm nun einen Tiegel aus sauberem Eisen und zerschneid die Federn jede mit sieben Schnitten hierhinein; fülle den Tiegel nun mit dem Sand, auf dass die Federn bedeckt sind und entfach darunter ein Feuer so heiß als du kannst. Sobald sich auf dem heißen Sande schwarze Blasen zeigen, nimm den Tiegel schnell vom Feuer und zerstoß das noch heiße Gemenge in einem irdenen Mörser, vermisch es nun mit dem Kräuterstaube und lösch die noch warme Mischung mit dem Nuss- und Beerenwasser. Stell‘ alles wieder ins Mondlicht und warte bis der Tag dämmert.« —Melenaar

Wirkung:
Der Anwender fällt für 6 Stunden in einen Tiefschlaf ohne jede Heilwirkung. Auch starker Juckreiz für eine Nacht oder eine mehrtägige Schlaflosigkeit sind häufig.
Verbreitung: verbreitet
Merkmale: schwarze Flüssigkeit mit bitterem Kamille Geschmack
Haltbarkeit: 2 Jahre
Preis: um 20 Baras

Verwandlungselixier
Rezeptur: 5 Tropfen Neunaugenblut, 20 Unzen reiner Alkohol, 1 schwarzes Sperlingsei, 2 zusätzliche Alraunen, 2 Halme Kairan, 1 Skrupel Quecksilber, 1 Gramm Mäusemilch

»Lass die Tropfen des Blutes vorsichtig (!!) in den Alkohol fallen, welcher daraufhin wohl grünlich aufschäumt. So er sich beruhigt hat, lege das Sperlingsei hinein, ohne seine Schale zu beschädigen, und warte nun sieben Tag. Derweil mach einen Brei aus den Alraunen und dem Kairan und lasse ihn am achten Tag in den Alkohol gleiten, welcher nach einem neunmaligen Umrühren wohl eine blaue Farbe annehmen soll. Nun hitze es auf, bis es brodelt und misch das Quecksilber abermals vorsichtig darunter. Lasse nun die Mischung auf gesalzenem Eise kühlen und gib die Meusemilch der kalten Mixtur nun zu. Hitze es nun wieder dreimal auf und kühl es dreimal ab, dann füll alles in die Retorte und destilliere. Das Destillat wird wohl ein Jahr lang die Macht haben, dich in ein kleines Tier oder gar in einen Vogel zu verwandeln. « —Melenaar

Wirkung:
• 1: Dem Anwender wächst für 6 Stunden ein Mäusefell oder Vogelflaum.
• 2: Der Anwender erhält ein Fell oder Federn und schrumpft für 1 Stunde auf ein Zehntel seiner Größe.
• 3: Der Benutzer verwandelt sich für genau 1 Stunde in ein kleines Nagetier oder einen kleinen Vogel (je nach Art der Zutaten).
• 4: Der Anwender verwandelt sich für maximal 1 Stunde, kann die Verwandlung jedoch willentlich vorzeitig beenden.

Verbreitung: bekannt
Merkmale: blaue, trübe Flüssigkeit mit metallischem Geschmack
Haltbarkeit: 1 Jahr
Preis: um 70 Baras
Meisterhinweise: Auch andere Kleintiere scheinen möglich, wenn die entsprechenden Ingredienzien ersetzt werden.

Wachtrunk
Rezeptur: 5 Nachtschwärmer, 1 Flux Yagan- Öl, 2 Unzen frischer Minenschwamm, 2 Unzen Moaranaliane oder 3 getrocknete Gulmondblätter, 3 Schank Zwiedestillat, 18 Tropfen Fledermausblut

»Wachtrunk (5 Einheiten): 5 Nachtschwärmer zerstampfen, mit 1 Flux Öl vom Yagan vermengen; 2 Unzen minenschwamm (frisch) und 2 Unzen Moarana (alternativ: 3 Blatt Gulmond, getrocknet) kleinhäckseln, in 1 Zwiedestillat geben; beides zusammenrühren, 1 Nacht ziehen lassen; abseihen (feste Reste gut ausdrücken); 18 Tropfen Blut einer Fledermaus dazugeben; erwärmen, mit 2 weiteren Zwiedestillaten aufgießen; haltbar etwa 3 Monate, aufbewahren in lichtundurchlässigem Gefäß« —aus den geheimen Aufzeichnungen des Alchimisten Taro

Wirkung:
• 1: Die Einnahme führt zu völliger Entkräftung oder lässt den Anwender rasch in tiefen Schlaf fallen.
• 2: vertreibt Müdigkeit für 6 Stunden, macht normalen Schlaf jedoch nicht überflüssig.
• 3: Der Anwender verspürt für eine Nacht keine Müdigkeit mehr und braucht nicht zu schlafen.
• 4: desgleichen, zwei Nächte
• 5: desgleichen, drei Nächte
• 6: desgleichen, vier Nächte, wobei der Anwender überwach ist und hektisch wirkt; außerdem kann in 10 % aller Fälle eine Abhängigkeit vom Wachtrunk auftreten.

Verbreitung: selten
Merkmale: blassrote, trübe Flüssigkeit mit scharfem Blutgeschmack
Haltbarkeit: 3 Monate
Preis: um 15 Baras
Meisterhinweise: Abhängigkeit vom Wachtrunk ist eine Krankheit, deren Entzugserscheinungen zu starker Müdigkeit führen. Eine Einnahme des Trunks hebt die negativen Effekte für den Zeitraum der Wirkungsdauer auf; um jedoch von der eigentlichen Wirkung zu profitieren, benötigt es einer zweiten Portion. Wird diese Abhängigkeit nicht kuriert, sondern der Trunk einfach irgendwann abgesetzt, erkrankt der Anwender mit 30 % Wahrscheinlichkeit an der Schlafkrankheit.
Sometimes, those with the most power have the least grace.

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Re: [Lehrbuch] der magischen Alchemie

Beitrag von Murky » 02 Jun 2020, 19:06

Die Kunst der Alchemie - Das alchimistische Laboratorium
Bild Ohne ein Labor kann kein Alchimist sein Werk verrichten, ebenso wenig wie ein Fischer ohne Netz und ein Müller ohne Mühlstein. Einfache Zubereitungen kann man vielleicht noch in der heimischen Küche durchführen, doch die meisten Prozesse, die zurecht den Namen ‘Alchimie’ tragen, erfordern ein deutlich besser ausgestattetes Laboratorium.

Der nachfolgende Text schildert die Gerätschaften und die Ausstattung, die ein Alchimistisches Labor erfordert. Der Aufbau selbst kleinerer Laboratorien erfordert gehörige Vorbereitungs- und Planungszeit und ob der Komplexität und Exklusivität von Ausstattung und Apparaturen gute Kontakte zu Apothekern, Glasbläsern, Fein- und Silberschmieden, Töpfern und anderen Handwerkern. Neu zu errichtende Werkstätten werden auf Grund der großen Brandgefahr möglichst abseits anderer Gebäude gebaut, bevorzugt mit starken Mauern, nicht selten wird ein Labor auch in Kellern untergebracht (oder in Turmspitzen). Ein Kamin oder eine andere Möglichkeit zum Abzug von Rauch und Hitze ist schiere Notwendigkeit, ebenso Wasser in erreichbarer Nähe, vorzugsweise aus einem sauberen Brunnen; ein Wasserbecken findet sich in vielen Laboren. Die wichtigsten und größten Einrichtungsgegenstände, vor allem Tische, werden zum Schutz vor heißen oder ätzenden Mitteln für gewöhnlich aus Stein gemeißelt oder zumindest aus dem Holz von Eisenbaum oder Steineiche gezimmert, auch Tische mit Steinplatten sind weit verbreitet.

Öfen und Herde gehören zu den wichtigsten Ausstattungsstücken, ist es doch die Kraft des Feuers, die die meisten Transmutationen bewirkt. Für Prozesse, die konstante Wärme über mehrere Tage oder Wochen benötigen, findet der gemauerte Athanor (tul. at-tannur: Backofen), Sandbadeofen oder Faule Alrik Verwendung. Holzkohle oder anderes Brennmaterial wird in den von einem runden Deckel verschlossenen Mittelschacht gefüllt und sinkt gleichmäßig über eine schräge Ebene auf den Rost, ohne dass ständig nachgefüllt werden muss, und erwärmt den im Ofen aufgefüllten Sand, so dass dieser eine ständige gelinde Hitze liefert. Im Flammofen oder Reverberatorium sind die zu behandelnden Stoffe unmittelbar dem Feuer ausgesetzt. Beim Brenner handelt es sich um eine Lampe oder kleine Schale, der mittels eines kleinen Blasebalges zusätzliche Luft und damit Hitze zugeführt wird und die oft als Hitzequelle für Kolben und Retorte verwendet wird. Daneben sind auch traditionelle Feuerstellen und Essen in Gebrauch, während es sich beim legendären Salamanderfeuer um keinen gewöhnlichen Ofen handelt, sondern dieser von darin gebundenen Elementarwesen des Feuers geheizt wird und sogar Magische Metalle und noch beständigere Materialien schmilzt und ohne Brennstoff weiterbrennt. Pferde- oder Kamelmist ist übrigens ein klassischer, wenn auch primitiver Thermostat. Zum Schmelzen oder Rösten von Metallen findet die zyklopäische Kerotakis Anwendung, eine flache, drei- oder viereckige Platte. Bei der Kupelle, seltener Horasschälchen genannt, handelt es sich um ein aus Knochenasche gepresstes, poröses Schälchen, in dem gold- oder silberhaltige Bleiproben unter Zuhilfenahme eines Blasebalges geschmolzen werden, wobei das Blei vom Gefäß aufgenommen wird und ein Edelmetallkorn
zurückbleibt.

Kessel zum längeren Kochen von Flüssigkeiten und Autoklaven (dicht verschließbare Kessel, in denen enormer Dampfdruck entsteht) werden gelegentlich in abenteuerlichen Kettenkonstruktionen eingebaut, um sie über die Feuerstellen schwenken zu können. In manchen sind Haltevorrichtungen angebracht, um Gefäße im Wasser- oder Dampfbad erhitzen zu können, ohne dass der Inhalt in Kontakt mit Wasser bzw. Dampf kommt. Das eigentliche Wasserbad ist ein doppelwandiges Gefäß zur langsamen und gleichmäßigen Erwärmung von Substanzen, von dem als Varianten noch das Sand-, Dampf- und Ölbad existieren.

Schalen unterschiedlicher Größe und Form, in denen Stoffe vorsichtig gemischt werden können, gibt es in zahlreichen Formen, Größen und aus verschiedenen Materialien. Kupfer, Messing und Zwergensilber werden bevorzugt verwendet, doch schreiben viele Rezepturen andere Materialen vor. Die universelle Schale der Alchimie hingegen kann nur von magisch begabten Alchimisten verwendet werden, manche Traditionen verwenden stattdessen einen Hexenkessel. Unabdingbar für ernsthaftes Arbeiten sind des Weiteren: Pipetten und Kanülen zum vorsichtigen Entnehmen, Abmessen und Dosieren von Flüssigkeiten; Mörser (Gefäße, in denen allerlei Materialien zerrieben und pulverisiert werden können) sowie die dazu gehörigen Pistille (Stößel); Abscheider und Sedimentiergefäße zur Trennung von Flüssigkeitsschichten; verschiedene, genau gehende Waagen für verschiedene Wägebereiche, insbesondere Feinwaagen bis zu einer Unze; Stundengläser und -kerzen zur Zeitmessung; Trichter mit und ohne Siebplatte; außerdem Schmelztiegel, Blasebalg, Messbecher, Klammern, Pinzetten und Zangen, Pinsel, Schwämme und Tücher nebst Reinigungsmitteln, Skalpelle, Holzspatel, Löffel und Schäufelchen sowie Kellen und Schöpfer und vieles mehr.

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Lagerung und Aufbewahrung
Zum Bau eines Labors gehört auch die Einrichtung eines geeigneten Lagerraums. Wichtig ist vor allem die strikte Abscheidung der Dämpfe und Gase des Labors von den gelagerten Materialien – es könnten sonst unerwünschte Reaktionen geschehen. In der Regel wird bereits beim Aufbau des Labors auf einen guten Abzug geachtet, eine räumliche Trennung mit mehr als nur einer klapprigen Holztür ist jedoch in jedem Fall vorteilhaft. Außerdem müssen die Zutaten lange haltbar bleiben, daher werden alchimistische Lager oft wie Vorratskammern unterirdisch angelegt, wo die Temperatur ganzjährig niedrig gehalten werden kann. In vielen Gegenden wird im Winter Eis geschlagen, das die Vorratskeller kühl hält. Solche Eiskeller – auch sie benötigen eine spezielle Bauweise, die die Wärme von außen gut abschottet – nützen den Alchimisten nicht nur zur Aufbewahrung ihrer Zutaten, sie dienen auch als Lagerstätte für Eis und Schnee, welche in so manchen Rezepten zum Einsatz kommen. Substanzen und fertige Mixturen werden unter anderem in Tiegelchen, kleinen Fässern, Döschen, Holzkästchen, Flakons, Phiolen und Fläschchen abgefüllt. Die letzteren bestehen meist aus gebranntem Ton und sind eher selten aus dickem, farbigem Glas geblasen oder gar aus Steinen oder Gemmen geschnitten. Zum Verschließen der Behältnisse werden passende Stopfen und Deckel verwendet, ebenso Korken aus der Rinde der Korkeiche. Mittels über den Korken oder Verschluss geschmolzenen Wachses oder eines in den Flaschenhals geschmolzenen Wachspfropfens wird ein Behältnis luftdicht versiegelt; Federndes Zerrharz eignet sich ebenso, ist aber schier unbezahlbar. Zum Schutz vor unbefugtem Benutzen werden stabile Überflaschen aus Gitterwerk oder geflochtener Draht verwendet, die zusätzlich mit einem Schloss gesichert werden.

Qualifiziertes Verdünnen
In einigen Fällen strebt der Alchimist nicht die höchst mögliche Konzentration seiner Mixtur an, sondern will eine bestimmte, schwächere Wirkung erzielen. Die hochwirksame Qualitätsstufe beispielsweise stellt unverdünnt oft eine Überdosierung dar, die einige Nebenwirkungen hervorruft. Um eine gewünschte niedrigere Qualität zu erreichen braut der Alchimist zunächst das Elixier mit dem Ziel, die bestmögliche Qualität zu erreichen. Anschließend muss er diese Mixtur durch das so genannte ‘qualifizierte Verdünnen’ in die gewünschte Konzentration überführen. Dieser Prozess erfordert mehr Geschick und Fertigkeit als nur Wasser hinzuzufügen, je nach Substanz müssen mitunter komplizierte Arbeitsschritte unternommen werden. Es müssen bestimmte Temperaturen und Lichtverhältnisse berücksichtigt werden, Katalysator-Stoffe beigemischt oder weitere Teile originaler Zutaten zugefügt werden. Der Prozess des Verdünnens kann innerhalb der Haltbarkeit eines Elixiers zu einem beliebigen Zeitpunkt durchgeführt werden. Zur Vergrößerung der Menge ist es sinnvoll, mehrere Einheiten der Ausgangs-Substanz zu teilen und getrennt voneinander zu verdünnen.

Experte: Haltbarkeit erhöhen
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Haltbarkeit eines Elixiers zu verlängern. Die simpelste Möglichkeit ist das Einlegen, in Essig, in Öl oder Alkohol. Dadurch können insbesondere alchimistische Zutaten über Monate haltbar gelagert werden, für fertige Elixiere eignet sich diese Möglichkeit eher nicht. Salben können durch bestimmte Pflanzenöle und kühle Lagerung sehr lange ihre Wirkung behalten. Mithilfe des Safts der Alraune ist es möglich, die Haltbarkeit alchimistischer Erzeugnisse noch nach der Herstellung zu verlängern. Sowohl frisch gebraute als auch ältere Elixiere können auf diese Weise aufbereitet werden. Die Prozedur ist prinzipiell sehr einfach und kann von jedem Laien ausgeführt werden, die Alraune muss lediglich mit Alkohol ausgekocht und der Saft dem Elixier vorsichtig beigemischt werden.

Elixiere, die bereits abgestanden und verdorben sind, können durch den Alraunsaft nicht mehr reaktiviert werden. Nichtsdestotrotz nutzen einige Betrüger diese Methode, denn auf diese Weise bekommen die Tinkturen zumindest wieder einen frischen Geruch – dass sie inzwischen wirkungslos sind oder sich gar zu gefährlichen Mischungen entwickelt haben, bemerkt der Käufer in der Regel erst bei der Anwendung.

Die Kunst der Alchemie - Zutaten - alchimistisch
Mit dem Begriff ‘alchimistische Zutaten’ werden Säuren, Laugen, Salze, Erze, verschiedene tierische und pflanzliche Stoffe bezeichnet, die in der Alchimie nicht als primäre Wirkstoffe, sondern vielmehr als Lösungsmittel, Katalysator, Brennstoff, Reinigungsmittel und dergleichen Verwendung finden. Eine Auswahl der wichtigsten Materialien finden Sie im Folgenden aufgeführt.

Bei Schwefelsäure oder Vitriol handelt es sich um eine farblose, ölige Flüssigkeit, die dem Element Humus zugehörige Stoffe unter Verkohlung auflöst und auf der Haut zu starken Verätzungen führt; unter Zugabe von Wasser zeigt sie eine starke Wärmeentwicklung, und da sie Feuchtigkeit aus der Luft anzieht, ist sie meistens warm. Die Säure löst Quecksilber und Silber, während Gold und Mondsilber, aber auch Eisen und Blei beständig bleiben.

Rauchendes Braunöl oder Nitrol ist eine farblose bis gelbliche Säure, die an der Luft raucht. Sie ist stark ätzend, färbt die Haut bei Berührung gelb und entzündet Holz und Stroh. Da sie Silber zersetzt, Gold und Mondsilber aber nicht angreift, nennt man sie auch Scheidewasser. Hergestellt wird die Säure aus Schwefelsäure und Pottasche, einem Extrakt aus der Holzkohle, der unter anderem auch in der Färberei und Glaserei verwendet wird.

Vitriol und Nitrol sind die zwei bekanntesten und gebräuchlichsten Säuren. Nur gelegentlich wird aus reinem Salz und Vitriol die farblose Salzsäure hergestellt. Die rauchende Flüssigkeit hat einen stark stechenden Geruch und führt zu Verätzungen und Blasen auf der Haut. Sie zersetzt kein Kupfer, bringt aber Eisen zum Rosten. Vor allem aber wird aus drei Teilen Salzsäure und einem Teil Nitrol das Königswasser hergestellt, die einzige verbreitete Säure, die Gold und Mondsilber löst.

Auch wenn Säuren ob ihres ‘Feuers’ zu den wichtigsten alchimistischen Stoffen zählen, finden zahlreiche andere ebenfalls Verwendung. Als Wasser in elementarer Form kennt man Zwiedestillat, zweimal destilliertes und daher von allen Verunreinigungen befreites Wasser.

Alkohol wird bei vielen Gelegenheiten verwendet, unter anderem zur Konservierung, als Lösungsmittel (auch in vielen Elixieren) und natürlich für alkoholische Getränke; Alkohol gilt dabei als der beste. Vom Genuss alchimistischen Alkohols wird dringend abgerate. Gleichfalls als Lösungsmittel und zur Konservierung wird die scharfe Salzlake verwendet, eine farblose, stark salzige Flüssigkeit. Die genaue Zusammensetzung der Flüssigkeit ist zwar bekannt, aber eine gezielte Herstellung scheitert an den Kosten für die Salze und Mineralien, die Förderung natürlich entstandener Salzlake ist wirtschaftlicher.

Fett, eine wichtige Zutat für alle Salben und Seifen, ist traditionell ein tierisches Erzeugnis. Dass Fettgewebe geschlachteter Tiere wird vorsichtig geschmolzen, dabei entstehen Schmalz (niedriger Schmelzpunkt, v.a. aus Schweine- und Gänsefett), Talg (höherer Schmelzpunkt, das Fett von Rindern, Wild und Hammeln) beziehungsweise Tran (auch Fischöl genannt, das Fett von Fischen, Walen und Robben). Auch aus vielen Nutzpflanzen lassen sich fettige Öle gewinnen, so etwa aus Nüssen, Raps, Disteln sowie im aus Oliven und aus Palmkernen. Fette sind Energieträger, können als Brennmaterial dienen oder nehmen als Salben bzw. Seifen alchimistische Wirkstoffe auf.

Einer der bekanntesten und meist verwendeten Stoffe in der Alchimie ist der gelbe Schwefel, der sich an der Luft unter Umständen spontan entzünden kann. Er wird in fast allen vulkanischen Gegenden gewonnen, wo auch der Schwefelquell abgefüllt wird, mit Schwefel angereichertes Wasser. Geweihte brandmarken den stinkenden Schwefel oft als Auswurf der Niederhöllen.

Weniger bekannt ist Brodem, eine flüchtige Flüssigkeit, die rötliche Dämpfe voller Gift und Gestank abgibt und demzufolge nur für Gifte verwendet wird. Sie wird in gefrorener Form gewonnen.

Schwefliger Orazal, eine Lösung der Lianenart mit Schwefel und Weinstein, dient als Konservierungsmittel für einfache Kräuterabsude, während Orazal-Kleber der eingekochte Absud der ganzen Pflanze und einer der stärksten bekannten Klebstoffe ist. Eines der besten Mittel zur Abdichtung ist das enorm dehnbare Federnde Zerrharz. Zu ähnlichen Zwecken und zur Behandlung von Wundverbänden nutzt man Mastix, gewonnen aus dem Harz eines Strauches.

Purpur wird aus einem Sekret der nur im Meer und der See vorkommenden Purpurschnecke gewonnen.
Er nimmt erst nach dem Kochen und weiterer Behandlung an Sonnenlicht seine Farbe an und dient zum Färben von Herrschergewändern. Weitere gebräuchliche Farbstoffe sind Chorhoper Tinte (schwarz, blau), Henna (rot), Hesindigo (blau), Malachit (grün) und verschiedene Arten von Lotos. Daneben werden Farben aus zahlreichen anderen Gesteinen und Pflanzen gewonnen.

Pech zur Abdichtung, Mumifizierung oder Herstellung von Ölen wird in den südaventurischen Sümpfen gewonnen, sein Geruch soll böse Geister vertreiben und Besessene heilen.

Erdharz bildet ölige Flecken auf Salzseen und erfüllt ähnliche Zwecke. Beide können auch aus Steinöl gewonnen werden, das vor allem ans Tageslicht sprudelt und aus dem unter anderem einfaches Brandöl hergestellt werden kann.

Verschiedene Harze werden ebenfalls zu Pechen, Ölen, Seifen, Lacken und Leimen weiter verarbeitet. Fast ausschließlich als Brennmaterial werden Holzkohle und (seltener, da wenig bekannt) Zwergenkohle (seltener Steinkohle genannt) verwendet.

Die Kunst der Alchemie - Zutaten – Kräuter/Pflanzen
Braunschlinge
Die Braunschlinge ist eine unauffällige, aber gefährliche Pflanze. Sie besteht aus einem Kranz großer, farnartiger Blätter, die immer leicht braun eingefärbt sind, so dass man glaubt, die Pflanze sei bereits abgestorben, und zwei stabilen, oft weit mehr als 10 Schritt langen, Ranken, die sich durch das niedrige Gras, Gebüsch oder Laub schlängeln. Mit diesen Ranken zieht die Braunschlinge arglose Tiere und Wanderer ins Verderben, erwürgt sie und nährt sich vom verwesenden Fleisch der Beute.

Verbreitung: Sumpf, Wald (gelegentlich), Waldrand, Grasland (selten), Steppe (sehr selten)

Dergolasch
Der unscheinbare Dergolasch wächst am Boden feuchter Höhlen und wird leicht übersehen. Dieser Pilz schmeckt nicht gut und erzeugt leichte Magenkrämpfe, wirkt aber beruhigend auf Personen, die mit der Enge und Dunkelheit unter Tage nicht vertraut sind.

Verbreitung: Höhlen (selten)

Felsenmilch
Felsenmilch ist eine dickflüssige Substanz, die man in großen Tiefen in Felsspalten findet. Sie entsteht, wenn ein in diesen Spalten wachsender Pilz durch Erschütterungen des Bodens verletzt wird. Wühlschrate sind regelrecht verrückt nach Felsenmilch, aber auch andere Höhlenwanderer schätzen die schmackhafte Milch. Findige Alchimisten suchen nach Möglichkeiten, die Felsenmilch länger haltbar zu machen, ohne die sättigen Wirkstoffe zu zerstören. Andere experimentieren mit einem Anbau in besser zugänglichen Lagen, noch ohne Erfolg.

Verbreitung: Höhlen ab 100 Schritt Tiefe (selten)

Grüner Schleimpilz
Der Grüne Schleimpilz ist von abstoßender Gestalt – ein Schutz vor Fressfeinden, denn der Verzehr von Teilen des Schleimpilzes ist nicht nur nahrhaft, sondern auch nützlich. Der Schleim der Lamellen schützt vor Grubengasen und Giftsporen, das Fleisch des Pilzes – in Konsistenz und Geschmack an Rindfleisch erinnernd – stärkt die Wahrnehmung für Erschütterungen und der Saft des Stieles bewirkt eine Anpassung der Augen an die Dunkelheit. Die unangenehme Nebenwirkung der Anwendung ist, dass der Pilz sich im Körper festsetzt und die Wirkung nicht nachlässt, was vor allem über Tage hinderlich sein kann.

Verbreitung: Höhlen ab 50 Schritt Tiefe (selten), Höhlen ab 100 Schritt Tiefe (gelegentlich)

Libellengras
Das Libellengras ist eine Wasserpflanze, die recht unscheinbare dünne Schilfblätter besitzt, aber eine orange, feucht-klebrige Frucht hervorbringt, die vor allem bei Insekten beliebt ist, was der Pflanze ihren Namen eingebracht hat. Sie ist auch bei Tieren aller Art beliebt – selbst wenn diese sie umgehend nach dem Verzehr wieder erbrechen. Libellengras gedeiht in feuchten Böden und kann auch im Wasser zum Treiben gebracht werden.

Verbreitung: Fluss- und Seeufer, Flussauen (gelegentlich), Sumpf, feuchte Wiesen (selten)

Lichtnebler
Von unscheinbarer Gestalt stellt der Lichtnebler eine der größten Gefahren für Höhlenwanderer dar, die unter Tage lauern. Er bildet große Geflechte und reagiert höchst empfindlich auf jegliche Art von Licht, weshalb er seine Sporen in dichten Wolken verschießt, um sich vor der Helligkeit zu schützen. Dadurch können ganze unterirdische Kavernen eingenebelt werden. Viel gefährlicher als der Verlust der Orientierung ist die Gefahr für Mensch und Tier durch Hautkontakt oder gar das Einatmen der Sporen.

Verbreitung: Höhlen ab 75 Schritt Tiefe (gelegentlich)

Seelenhauch
Sieben tiefrote Blätter mit dunklen Blattadern, die wie Strahlen aussehen. Der verlockende Duft der Blüte gründet nicht allein auf dem Geruch, ihm wohnt eine beeinflussende Magie inne, die willige Opfer zum Verzehr der Blüte bringt. Die Blume wird vor allem von Geisterbeschwörern und Nekromanten geerntet, denn ihr Gift ermöglicht, die Seele einer Person von ihrem Körper zu trennen, gleichsam dient die Blütenessenz als Paraphernalium für Beschwörungen und kann mit der richtigen Kenntnis zur Präparation von Kadavern für die Untotenerhebung verwendet werden.

Verbreitung: Grasland, Steppe, Hochland (selten), alle anderen Regionen außer Eis, Gebirge und Wüste (sehr selten)

Steinrinde
Steinrinde wächst direkt als Flechte auf dem Gestein und ist äußerlich kaum zu erkennen, so sehr täuscht es das Auge und den Tastsinn. Man benötigt eine gute Beleuchtung, um die Unterschiede zu erkennen, denn die ziemlich leichte Steinrinde ist höchst brennbar und beginnt bereits bei leichtem Funkenflug zu rauchen. Unvorsichtige Abenteurer können unbeabsichtigt große unterirdische Feuer auslösen.

Verbreitung: Höhlen ab 100 Schritt Tiefe (selten), Höhlen ab 300 Schritt Tiefe (gelegentlich)

Wandermoos
Sehr selten findet man in Gruben und Stollen das Wandermoos. Es gedeiht vor allem an feuchten Orten. Trocknet eine Wasserquelle aus, kann das Moos noch lange überleben, es rollt sich zusammen und kann so seinen Standort wechseln. Das Moos besitzt ein gutes Gespür für Wasser, so dass man den runden Bällen nur zu folgen braucht, um früher oder später zu einer feuchten Stelle zu gelangen. Kaum bekannt ist, dass die Fähigkeit zur Wassersuche auf den Menschen übergehen kann, wenn man das Wandermoos nur korrekt zubereitet.

Verbreitung: trockene Höhlen und Gänge (sehr selten), feuchte Höhlen (selten)
Sometimes, those with the most power have the least grace.

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